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Borussia Dortmund trotz Schwierigkeiten gegen FK Qabala

Tanja Hofmann15. August 20263 Min Lesezeit

Borussia Dortmund trifft im Gruppenspiel der UEFA Europa League auf den FK Qabala. Ein spannendes Duell, das den BVB vor einige Herausforderungen stellt.

Borussia Dortmund hatte 2015/16 eine aufregende Saison in der UEFA Europa League und das Gruppenspiel gegen den FK Qabala war da keine Ausnahme. Am 5. November 2015 empfing die Mannschaft von Thomas Tuchel die Aserbaidschaner im Signal Iduna Park. Nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit, die von wenigen Highlights geprägt war, konnte der BVB letztendlich einen klaren Sieg einfahren, doch es war ein Spiel voller Höhen und Tiefen, das die Fans auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitnahm.

Die Partie begann mit viel Euphorie. Die Stimmung im Stadion war elektrisierend, und die Anhänger glaubten an einen klaren Sieg. Dortmund hatte in der Gruppenphase zuvor schon einige eindrucksvolle Spiele gezeigt. Doch Qabala war nicht zu unterschätzen. Die Gäste traten defensiv auf, und es war sofort klar, dass sie versuchen würden, aus einer stabilen Abwehr heraus zu kontern. Du wirst vielleicht denken, dass die Dortmunder das Spiel sofort in die Hand nehmen konnten, doch der erste Durchgang verlief eher schleppend. Die Spieler schienen von der Erwartungshaltung etwas angespannt.

In der ersten Halbzeit gelang es Dortmund nicht, die Qabala-Defensive entscheidend zu überwinden. Hinweise auf fehlende Präzision in der Passqualität und ungenaue Schüsse prägten das Bild. Man konnte förmlich spüren, wie die Fans mit jeder verpassten Gelegenheit frustriert wurden, auch wenn sie immer wieder laut anfeuerten. Qabala hingegen kam zu einigen gefährlichen Kontern, die die Schwarz-Gelben vermehrt auf Trab hielten. Bei einem dieser Angriffe hatte Qabala sogar die Möglichkeit, in Führung zu gehen, doch der Abschluss war zu ungenau. Dies sollte sich letztendlich rächen.

Nach der Halbzeitansprache von Tuchel kam der BVB mit einem ganz anderen Gesicht aus der Kabine. Eine klare Taktikänderung und das Martin-Schmidt-Syndrom schienen den Spielern neue Energie zu verleihen. Mohamadou Idrissou und Pierre-Emerick Aubameyang übernahmen schnell die Kontrolle über das Geschehen auf dem Platz. In der 56. Minute war es dann endlich so weit: Aubameyang erzielte das 1:0. Mit einem präzisen Schuss verwandelte er eine hervorragende Vorarbeit von Henrikh Mkhitaryan. Der Jubel im Stadion kannte keine Grenzen mehr, und die Mannschaft wirkte sichtlich beflügelt.

Der Führungstreffer war wie ein Befreiungsschlag für die Dortmunder. Sie liefen jetzt an, drängten Qabala in die Defensive und erzwangen einen weiteren Treffer. Das 2:0 folgte nicht lange nach dem ersten Tor. Christian Pulisic, der junge US-Amerikaner, kam in der 72. Minute zum Einsatz und zeigte gleich, was in ihm steckt. Ein schneller Sprint auf der linken Seite und eine präzise Flanke auf den Kopf von Marco Reus, der sicher verwandelte. Es war eine Augenweide zu sehen, wie sich die Mannschaft nach dem zweiten Treffer gegenseitig feierte. Das Vertrauen der Spieler wuchs sichtlich.

Doch man muss auch sagen, dass die defensive Stabilität der Dortmunder etwas fragil wirkte. Qabala ließ sich nicht einfach geschlagen geben und kam immer wieder zu gefährlichen Situationen. In der 80. Minute hatten sie eine riesige Chance, den Anschlusstreffer zu erzielen. Ein strammer Schuss aus kurzer Distanz wurde aber von Roman Weidenfeller mit einer starken Parade vereitelt. Diese Szene zeigt, wie wichtig es ist, in solchen Spielen auch defensiv wachsam zu sein. Denn Fußball kann schnell unberechenbar werden, wenn man nicht aufpasst.

Die letzten Minuten des Spiels waren ein nervenaufreibendes Spektakel. Dortmund behielt zwar die Kontrolle, doch es gab immer wieder kleine Unruheherde. Für jeden Fan war es spannend zu beobachten, wie die Mannschaft trotz der Drucksituationen zusammenhielt und sich gegenseitig unterstützte. Und so knackte die Borussia schließlich in der Nachspielzeit noch einen dritten Treffer – erneut war es durch Aubameyang, der nach einem schnellen Konter und einer souveränen Aktion von Pulisic zum 3:0 traf. Der Schlusspfiff erlöste die Zuschauer und die Spieler.

Mit diesem Sieg konnte Dortmund wichtige Punkte in der Gruppenphase sammeln und sich in eine gute Ausgangslage für die K.o.-Runde bringen. Es bleibt abzuwarten, ob der BVB diese Form auch in den kommenden Wochen beibehalten kann. Die Fans zeigten sich nach dem Spiel sichtlich zufrieden und voller Hoffnung auf eine spannende Saison.

Dies war ein Spiel, das nicht nur von Toren, sondern auch von Emotionen lebte. Die Fähigkeit, nach einer schwierigen ersten Halbzeit zurückzukommen, spricht Bände über den Charakter dieser Mannschaft. So kann Dortmund mit neuem Schwung in die nächsten Spiele gehen und sich auf das nächste große Ziel konzentrieren: die Europa League-Krone.

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